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Verwahrte fordern Privilegien

Sieben verwahrte Häftlinge wehren sich für mehr Lebensqualität und haben eine Interessengemeinschaft gegründet.

Interessengemeinschaft Fair-Wahrt? Von Stefan Hohler Ziel der neugegründeten Interessengemeinschaft IG Fair-Wahrt? ist es, einerseits über die Problematik der Verwahrten zu berichten, andererseits verlangen die Initianten Hafterleichterungen. Bei den Gründungsmitgliedern handelt es sich um sieben Häftlinge der Strafanstalt Pöschwies in Regensdorf. Sie wollen mithilfe von Freunden «draussen» eine Website (www.verwahrung.ch) einrichten. Einer der Initianten, ein zu viereinhalb Jahren Gefängnis und anschliessender Verwahrung verurteilter Häftling, ist seit 19 Jahren in Haft. Wie der Anwalt eines der Initianten sagt, greife eine Verwahrung ungleich stärker in die Menschenrechte ein als eine blosse Freiheitsstrafe. Die Verwahrten würden unter völliger Perspektivlosigkeit leiden. Ausserdem hätten sie die Strafe bereits verbüsst, also das Unrecht gesühnt und würden einzig deshalb aus der Gesellschaft eliminiert, weil man nicht wisse, ob sie vielleicht rückfällig würden: «Sie zahlen Tribut an das absolute Sicherheitsbedürfnis der Gesellschaft», sagt der Anwalt. Mehr Lebensqualität in der Haft Wenn einem Verwahrten schon ein solcher Tribut abverlangt werde, müsse dies wenigstens mit einem Höchstmass an verbleibender Lebensqualität kompensiert werden, natürlich unter der Wahrung der öffentlichen Sicherheit, fordert die IG. Dies bedeute, dass Verwahrte eine Art «Freiheit hinter den Mauern» haben sollten. Sie wehren sich gegen die Unterbringung in einer Strafanstalt und verlangen die Schaffung von «Verwahrungs-Heimen», mehr Autonomie bei der Gestaltung des Alltags, Zulassung zu sinnvoller Arbeit, begleitete Urlaube, Weiterbildung, freien Brief-, Telefon- und E-Mail-Verkehr, vermehrte Besuchsmöglichkeiten und Zugang zur Natur. Der Anwalt sieht Parallelen zu den Ausschaffungsgefangenen oder Personen, die durch eine Fürsorgerische Freiheitsentziehung zwangsweise in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurden. Auch bei diesen Personen dürften die Zwangsmassnahmen nicht repressiver sein, als es der Haft- respektive Einweisungszweck verlange. Ausgänge für Verwahrte Laut Rebecca de Silva, Sprecherin des Zürcher Amtes für Justizvollzug, gibt es seit mehreren Jahren für Verwahrte nur noch begleitete Urlaube im Rahmen einer Vollzugslockerung. Dabei dürfe bei verwahrten Häftlingen keine Fluchtgefahr bestehen, und seine Gemeingefährlichkeit müsse als klein betrachtet werden. Zudem müssten die verschiedenen Fachgremien sich positiv zu einem solchen Urlaub stellen. Schweizweit sind rund 165 Personen verwahrt. Im Kanton Zürich sind es 48 Personen.

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